Immo-Altersvorsorge LogoImmo-Altersvorsorge

· 31 Min.

Zinsen, Eigenkapital, Mietausfall: 9 Kundenfragen ehrlich beantwortet

Lohnt sich eine Wohnung bei den aktuellen Zinsen überhaupt noch? Wie viel Eigenkapital brauchst du wirklich – und was passiert, wenn der Mieter nicht zahlt? Lutz Niederheide beantwortet in dieser Solo-Folge neun Fragen, die ihm Kunden immer wieder stellen, mit konkreten Zahlen, Faustregeln und ehrlichen Einschätzungen.

Dieses Video kommt von YouTube. Beim Laden werden Daten (z. B. deine IP-Adresse) an Google übertragen. Mehr erfahren

Deine Auswahl wird gespeichert und gilt für alle Videos – änderbar über „Cookie-Einstellungen“ im Fußbereich.

Kapitel (10)

Folge auf Spotify hören Auf YouTube ansehenTranskript der Folge (WebVTT)

Inhalt dieser Seite

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Zinsanstieg allein ist kein Gegenargument: 1 % mehr Zins bedeutet bei 40 % Grenzsteuersatz nur 0,6 % effektiven Mehraufwand – und steigende Inflation treibt langfristig auch die Mieten.
  • Als Faustregel brauchst du rund 10 % des Kaufpreises als Eigenkapital für die Kaufnebenkosten – bei 500.000 € Kaufpreis also etwa 50.000 €.
  • Bis September 2029 lassen sich im Neubau Sonderabschreibung, degressive AfA und günstige KfW-Darlehen kombinieren – teilweise mit sofort positivem Cashflow.
  • Vor dem Kauf immer die letzten 3 Protokolle der Eigentümerversammlung, den Wirtschaftsplan und den aktuellen Mietvertrag prüfen.
  • Für Mietausfälle solltest du 4 bis 6 Warmmieten als Rücklage vorhalten – oder Risiken über eine Mietverwaltung bzw. einen Mietpool abfedern.
  • Als Kapitalanleger kannst du nach 10 Jahren steuerfrei verkaufen, bei Eigennutzung schon nach 3 Jahren – eine Immobilie entschuldet sich allein in rund 25 Jahren.

Wer sich zum ersten Mal mit einer Immobilie als Kapitalanlage beschäftigt, hat meist dieselben Fragen: Lohnt sich das bei den Zinsen noch? Wie viel Geld muss ich mitbringen? Und was ist, wenn der Mieter nicht zahlt? Lutz Niederheide hat genau diese Fragen über die Zeit bei seinen Kunden gesammelt – und beantwortet sie in dieser Solo-Folge der Reihe nach, mit konkreten Rechenbeispielen und ohne Schönfärberei. Eine Glaskugel hat auch er nicht, wie er gleich zu Beginn klarstellt. Aber er hat klare Faustregeln, die dir die Einordnung deutlich leichter machen.

„Die Frage, ob es der Zins ist, der ausschlaggebend dafür ist, ob sich eine Immobilie zur Kapitalanlage rechnet, finde ich immer ein bisschen zu kurz gegriffen.“
— LutzLutz ordnet den Zinsanstieg der letzten sechs Monate ein.Im Video ab 1:13 ansehen ↗
„Beim Grenzsteuersatz von 40 Prozent ist für dich eigentlich ein Zinsanstieg von 1 Prozent nur ein tatsächlicher Mehraufwand von 0,6 Prozent.“
— LutzZinsen sind für Kapitalanleger steuerlich absetzbare Kosten.Im Video ab 1:56 ansehen ↗

Lohnt sich eine Wohnung bei den aktuellen Zinsen noch?

Die Zinsen sind in den letzten sechs Monaten um rund 0,86 Prozentpunkte gestiegen – und Lutz rechnet mit weiter steigenden Zinsen. Seine Empfehlung: Wer sich mit dem Kauf einer Kapitalanlageimmobilie beschäftigen will, sollte das zeitnah tun. Die Frage, ob allein der Zins darüber entscheidet, ob sich eine Immobilie rechnet, hält er allerdings für zu kurz gegriffen.

Seine Rechnung: Zinsen gehören für Kapitalanleger zum Kostenblock, den du steuerlich geltend machen kannst. Bei einem Grenzsteuersatz von 40 % bedeutet 1 % mehr Zins effektiv nur 0,6 % tatsächlichen Mehraufwand. Dazu kommt: Steigende Zinsen sind in der Regel die Reaktion der EZB auf steigende Inflation – und mit der Inflation steigen mittelfristig auch die Mieten. Für Vermieter wirkt sich das langfristig positiv aus.

Wichtiger als der Zins ist für Lutz das aktuelle Förderfenster:

  • Sonderabschreibung und degressive Abschreibung (5 %) im Neubausegment – nutzbar noch bis September 2029
  • Günstige KfW-Darlehen, die den kalkulierten Mischzins aus Hauptdarlehen und KfW-Darlehen spürbar nach unten drücken
  • Festpreis-Projekte im Neubau, die noch zu Kaufpreisen von vor etwa einem halben Jahr verhandelt sind

Seine Strategie-Idee: Jetzt die Förderungen und noch kulanten Zinsen sichern – und gegebenenfalls in zwei bis zweieinhalb Jahren nachkaufen. Der Grund für diesen Zeithorizont: Im ersten Quartal 2029 stehen Bundestagswahlen an, und Lutz rechnet damit, dass eine Regierungsbildung dauern könnte und bis dahin keine neuen Entscheidungen zu KfW-Programmen und Abschreibungen fallen.

Wie viel Eigenkapital brauchst du wirklich?

Die Banken wollen grundsätzlich Liquidität sehen – im Idealfall sollen 100 % der Kaufnebenkosten aus Eigenkapital kommen. Die setzen sich so zusammen:

  • Grunderwerbsteuer: je nach Bundesland unterschiedlich – in Bayern 3,5 %, in Schleswig-Holstein 6,5 %. Kurioses Detail am Rande: Ursprünglich war das eine Bundessteuer von 3,5 %; die Länderhoheit sollte eigentlich das Ansiedeln fördern, wurde aber vielerorts zur willkommenen Einnahmequelle.
  • Notar- und Gerichtskosten: etwa 2 bis 2,5 %
  • Maklercourtage (falls fällig): in der Regel 3 bis 4 %

In der Spitze landest du so bei bis zu 13 % Kaufnebenkosten. Lutz' Faustregel: Rechne mit 10 %, dann machst du erstmal nichts falsch. Bei 500.000 € Kaufpreis brauchst du also rund 50.000 € Eigenkapital.

Ein wichtiger Hinweis: 100%-Kaufpreisfinanzierungen werden am Markt immer schwieriger, vor allem ohne Zusatzsicherheiten wie bereits abbezahlte Immobilien mit freien Grundbüchern. In anderen europäischen Ländern finanzieren Banken teils nur noch 90 % des Kaufpreises. Würde das auch hier Standard, bräuchtest du beim 500.000-€-Beispiel neben den 50.000 € Nebenkosten noch einmal 50.000 € – also 100.000 € Eigenkapital. Lutz' Empfehlung deshalb: Nutze die Gelegenheit, solange 100%-Finanzierungen noch umsetzbar sind, und setze Eigenkapital schonend ein.

„Pi mal Daumen, nimm immer 10 Prozent an, dann machst du erstmal nichts falsch.“
— LutzFaustregel für die Kaufnebenkosten beim Immobilienkauf.Im Video ab 6:35 ansehen ↗
„Nutzt die Gelegenheit, solange noch eine 100%-Kaufpreisfinanzierung umsetzbar ist. Und Eigenkapital ist immer schonend aus meiner Sicht zu verwenden.“
— LutzIn anderen europäischen Ländern finanzieren Banken teils nur noch 90 % des Kaufpreises.Im Video ab 7:25 ansehen ↗

Was kostet der Kredit im Monat?

Diese Rechnung ist schnell gemacht. Bei einer Kapitalanlageimmobilie mit 100%-Finanzierung liegst du aktuell bei etwa 5 bis 5,2 % Zins. Dazu kommt die Tilgung – also der Anteil, mit dem du das Darlehen tatsächlich abzahlst – von etwa 1,5 %. Zusammen ergibt das eine Gesamtannuität von rund 6,8 %.

Beispiel 500.000 € Darlehen: 500.000 × 0,068 = 34.000 € pro Jahr, geteilt durch 12 Monate ergibt eine Kreditrate von rund 2.800 € im Monat. Wer nicht selbst rechnen will, findet im Internet Hypothekenrechner, etwa auf immo-altersvorsorge.de.

Wie viel musst du monatlich zuschießen?

Das hängt von mehreren Faktoren ab: Wie hoch ist der Mietertrag? Wie hoch die steuerliche Förderung? Ein Bestandsobjekt bringt 2 % Abschreibung, ein Neubau mit KfW-Darlehen, 5 % degressiver Abschreibung plus gegebenenfalls 5 % Sonderabschreibung deutlich mehr – dann kann das monatliche Invest sehr niedrig ausfallen.

Wichtig: Rechne dein monatliches Invest immer vor und nach steuerlicher Förderung durch. Denn die steuerliche Förderung greift nur, wenn du auch Steuern zahlst – also Einkommen hast. Als Pi-mal-Daumen-Regel nennt Lutz: Rechne mit einer Größenordnung von 500 € zusätzlichem Invest pro Monat.

„Wenn der Mieter nicht zahlt, hast du keine Miete. Das ist unglücklich. Diesen Case solltest du aber natürlich vorher einkalkulieren.“
— LutzLutz antwortet ehrlich auf die Frage nach dem Mietausfallrisiko.Im Video ab 12:09 ansehen ↗
„Empfehle ich immer, dass du halt 4 bis 6 Warmmieten beiseite packst, auf die du im Fall der Fälle halt zugreifen kannst.“
— LutzRücklagen für Mietausfälle dürfen auch im Investmentdepot liegen.Im Video ab 12:34 ansehen ↗

Checkliste: Das solltest du dir vor dem Kauf zeigen lassen

Wenn du eine Immobilie etwa bei ImmoScout gefunden hast, rechne sie zuerst selbst durch: Eigenkapitaleinsatz, monatliches Invest vor und nach Steuern – und vor allem die Eigenkapitalrendite: Was hast du beim Kauf und über zehn Jahre nach steuerlicher Förderung tatsächlich eingesetzt, und was kommt dabei heraus? Wer eine Zielrendite von über 10 % will, muss sich eine Immobilie suchen, die das hergibt.

Stimmt die Rendite, geht es an die Qualität. Lutz' Checkliste:

  • Die letzten 3 Protokolle der Eigentümerversammlung – welche Sanierungsmaßnahmen wurden durchgeführt, welche sind geplant?
  • Der Wirtschaftsplan – wie hoch sind die Instandhaltungsrücklagen?
  • Der aktuelle Mietvertrag mit der aktuellen Miete – gibt es eine Mieterhöhungsoption, die du einrechnen kannst?
  • Lagecheck per Google Maps, wenn die Immobilie nicht in deiner Region liegt: Einkaufsmöglichkeiten, Anbindung, Eindruck der Straße
  • Die Wohnwetterkarte: Sie zeigt, wie hoch der Wohnungsmangel ist und ob er mittelfristig bestehen bleibt – wichtig für eine gute Mietdynamik
„Wer jetzt aktuell die Möglichkeit hat, hochwertigen, energetisch sanierten Neubau mit degressiver Abschreibung und Sonderabschreibung zu kaufen, dem rufe ich proaktiv zu, das zu tun.“
— LutzNur rund 10 % der Neubauimmobilien werden im qualitativ hochwertigen Segment geliefert.Im Video ab 15:28 ansehen ↗

Was passiert, wenn der Mieter nicht zahlt?

Hier ist Lutz ehrlich: Dann hast du Pech – es fehlen Nettokaltmiete und Nebenkostenvorauszahlung. Genau deshalb solltest du diesen Fall vorher einkalkulieren. Seine Empfehlung: 4 bis 6 Warmmieten als Rücklage beiseitelegen. Die müssen nicht auf dem Mietkonto liegen, sondern dürfen auch im Investmentdepot arbeiten – Hauptsache, du kommst im Fall der Fälle dran.

Zusätzlich lohnt sich der Gedanke an eine Mietverwaltung: Die Kosten sind steuerlich absetzbar, und die Profis kennen die Fristen für Mahnung und Kündigung, falls es wirklich zur Räumungsklage kommen muss. Zur Beruhigung: Mietnomaden sind selten – Lutz nennt eine Quote von etwa 0,078 % der Vermieter.

Wer mit dem Thema Mieter gar nichts zu tun haben will, kann sich Mietpool-Modelle anschauen: Dort teilt sich die Eigentümergemeinschaft die klassischen Vermieterrisiken – Mietausfall ebenso wie das Mieterwechselrisiko, wenn nach einem Auszug renoviert werden muss und zwei, drei Monate Leerstand zu überbrücken sind.

„Wir brauchen in der Regel um die 25 Jahre, bis eine Immobilie sich alleine entschuldet hat.“
— LutzZur Frage, ob man zur Rente schuldenfrei ist.Im Video ab 19:08 ansehen ↗

Lohnt sich ein Neubau wegen der Abschreibung?

Abschreibung allein ist kein Kaufargument – das zeigt Lutz an einem Kundenbeispiel: eine Denkmalimmobilie „irgendwo im Niemandsland“, auf dem Papier mit brachialen Zahlen, positivem Cashflow und gigantischer Rendite. Auf die Fragen, ob die Erstvermietung zur angenommenen Miethöhe überhaupt realistisch ist und wie das Mietentwicklungspotenzial der Region aussieht, wurde es schnell still. Es zählt immer das Gesamtpaket.

Aber: Wer aktuell hochwertigen, energetisch sanierten Neubau mit degressiver Abschreibung und Sonderabschreibung kaufen kann, dem ruft Lutz proaktiv zu, es zu tun. Die Gründe: Den Mieter interessiert faktisch nur die Gesamtmiete – und weil energetisch hochwertige Neubauten kaum Nebenkosten haben, kannst du den Anteil der Nettokaltmiete hoch halten. Dazu kommt ein Fast-Alleinstellungsmerkmal: Nur etwa 10 % der Neubauimmobilien am Markt werden in diesem qualitativ hochwertigen Segment geliefert. Und durch die hohe staatliche Förderung gibt es teilweise sogar Konstellationen, in denen du sofort und langfristig im positiven Cashflow bist – also mehr einnimmst, als dich die Immobilie monatlich kostet.

„Wer jetzt sich mit dem Gedanken herumtreibt, eine Immobilie zu kaufen, dem spreche ich Mut zu. Tu es, prüfe es, schau dir die Möglichkeiten an.“
— LutzLutz' abschließendes Fazit zum aktuellen Marktumfeld.Im Video ab 20:20 ansehen ↗

Kannst du die Miete einfach erhöhen?

Das hängt von der Region ab. In Hamburg oder Berlin gilt die Mietpreisbremse – dort bist du bei der Nachvermietung an den Mietenspiegel gebunden. Mit kernsanierten und Neubauwohnungen kannst du grundsätzlich regulär in den Markt gehen und dann im gesetzlichen Rahmen anpassen.

Lutz' Empfehlung für Metropolregionen: Indexmietverträge. Dabei wird die Miete automatisch an die Preisentwicklung gekoppelt – ohne Diskussionen. In Regionen ohne Mietpreisbremse geht ebenfalls der Indexmietvertrag, alternativ eine Anpassung von 10 bis 15 % etwa alle drei Jahre.

Steuerfrei verkaufen und schuldenfrei in die Rente

Bei einer eigengenutzten Immobilie kannst du schon nach drei Jahren Eigennutzung steuerfrei verkaufen – wer Lust auf „Wohnungsshopping“ hat, kann also einziehen, die Wohnung hübsch machen und nach drei Jahren steuerfrei weiterverkaufen (dafür nimmt man beim variablen Darlehen einen höheren Zins in Kauf). Als Kapitalanleger gilt: steuerfreier Verkauf nach zehn Jahren. Diese Regelung wird zwar aktuell diskutiert, Lutz glaubt aber an ihren Erhalt – bei der aktuellen Marktlage kann er sich kaum vorstellen, dass politisch gewollt ist, noch weniger Geld in den Neubau fließen zu lassen.

Und die Schuldenfreiheit zur Rente? Eine Immobilie braucht in der Regel rund 25 Jahre, um sich allein zu entschulden. Wer mit 23 oder 25 startet, schafft das über den regulären Weg. Wer weniger Zeit hat, kann einen Gegensparplan über freie Investmentanlagen aufbauen – oder ein bis zwei zusätzliche Kapitalanlageimmobilien kaufen, sie nach zehn Jahren steuerfrei verkaufen und mit den Erlösen die restlichen Immobilien entschulden.

Fazit

Lutz' Zusammenfassung ist klar: Das aktuelle Marktumfeld bietet trotz – oder gerade wegen – des Zinsanstiegs viele Gelegenheiten. Der reine Blick auf den Zins greift zu kurz, wenn gleichzeitig Sonderabschreibung, degressive AfA und günstige KfW-Darlehen auf dem Tisch liegen. Wer mit dem Gedanken spielt, eine Immobilie zu kaufen, dem spricht er Mut zu: prüfen, rechnen, die Checkliste abarbeiten – und wenn die Parameter passen, machen. Wichtig bleibt wie immer: Rechne jeden Fall individuell durch und kalkuliere Risiken wie Mietausfall und Rücklagen ehrlich ein.

Faktencheck zur Folge

Wir prüfen die wichtigsten Zahlen und Aussagen jeder Folge nach – hier die Ergebnisse mit Quellen.

„Wir haben einen Zinsanstieg von rund 0,86 Prozentpunkten in den letzten 6 Monaten gesehen.“✅ BestätigtBegründung & Quellen

Marktdaten bestätigen einen deutlichen Anstieg der Bauzinsen: Laut Dr. Klein sind die Bauzinsen seit Juli 2026 um etwa 0,8 Prozentpunkte gestiegen (Topzins 10 Jahre: 4,11 % im Oktober 2026 gegenüber ca. 3,4 % zuvor). Auch die Sparkasse meldet, dass die Zinsen seit Sommer 2026 deutlich gestiegen sind und im Oktober meist über 4 % liegen. Die Größenordnung von ~0,8–0,9 Prozentpunkten in rund einem halben Jahr passt.

📍 Im Video ab 1:46 ansehen ↗

Quellen: Dr. Klein – Zinsentwicklung Baufinanzierung 2026Sparkasse – Aktuelle Bauzinsen 2026

¶ Direktlink

„Seit 2023 bis September 2029 können im Neubausegment die Sonderabschreibung und die degressive Abschreibung (5 % degressiv plus 5 % Sonder-AfA) genutzt werden.“✅ BestätigtBegründung & Quellen

Die degressive AfA von 5 % gilt für Wohngebäude mit Baubeginn bzw. Kaufvertrag zwischen dem 1.10.2023 und dem 30.9.2029 (Wachstumschancengesetz). Die Sonderabschreibung nach § 7b EStG (5 % p. a. über 4 Jahre, EH40/QNG, Baukostenobergrenze 5.200 €/m²) gilt für Bauanträge zwischen dem 1.1.2023 und dem 30.9.2029 und ist mit der degressiven AfA kombinierbar.

📍 Im Video ab 3:11 ansehen ↗

Quellen: BMWSB – Degressive AfA: 5 Prozent, 6 JahreHaufe – Degressive AfA für den WohnungsbauEcovis – Wachstumschancengesetz: Degressive AfA und Sonder-AfA

¶ Direktlink

„Wir werden im ersten Quartal 2029 die Bundestagswahlen haben.“✅ BestätigtBegründung & Quellen

Durch die vorgezogene Wahl vom Februar 2025 muss die nächste Bundestagswahl laut Art. 39 GG zwischen dem 26. Januar und dem 25. März 2029 stattfinden – also im ersten Quartal 2029.

📍 Im Video ab 5:05 ansehen ↗

Quellen: Wikipedia – Wahl zum 22. Deutschen BundestagStuttgarter Zeitung – Wann ist die nächste Bundestagswahl 2029?

¶ Direktlink

„Die Grunderwerbsteuer liegt in Schleswig-Holstein bei 6,5 %, in Bayern bei 3,5 %.“✅ BestätigtBegründung & Quellen

Schleswig-Holstein erhebt 6,5 % (gemeinsam mit Brandenburg, NRW und dem Saarland der höchste Satz), Bayern 3,5 % (niedrigster Satz, nie vom Bundessatz abgewichen). Stand 2026 unverändert.

📍 Im Video ab 6:35 ansehen ↗

Quellen: Smart-Rechner – Grunderwerbsteuer Schleswig-Holstein 2026rechenbar.de – Grunderwerbsteuer 2026: alle 16 Bundesländer

¶ Direktlink

„Die Grunderwerbsteuer war früher eine bundeseinheitliche Steuer mit 3,5 %, bis die Länder den Satz selbst festlegen durften.“✅ BestätigtBegründung & Quellen

Bis zur Föderalismusreform 2006 galt bundesweit ein einheitlicher Satz von 3,5 % (§ 11 Abs. 1 GrEStG). Seit September 2006 dürfen die Länder abweichen; alle außer Bayern haben seitdem erhöht – die Grunderwerbsteuer wurde so zu einer wichtigen Einnahmequelle der Länder.

📍 Im Video ab 7:05 ansehen ↗

Quellen: Capitalo – Grunderwerbsteuer 2026: Sätze und Hintergrundimmo-rechner.net – Historische Entwicklung der Grunderwerbsteuer

¶ Direktlink

„Notar- und Gerichtskosten betragen 2 bis 2,5 %, die Maklercourtage in der Regel 3 bis 4 %; insgesamt bis zu 13 % Kaufnebenkosten, als Faustregel 10 %.“🟡 Teilweise korrektBegründung & Quellen

Die Gesamteinordnung stimmt: Kaufnebenkosten liegen üblicherweise bei 9–15 % des Kaufpreises, 10 % ist eine gängige Faustregel. Notar- und Grundbuchkosten werden aber meist mit ca. 1,5–2 % angesetzt (nicht 2–2,5 %); der Käuferanteil der Maklerprovision liegt üblich bei 2,98–3,57 % inkl. MwSt. – 3–4 % ist also eher die Obergrenze.

Richtig ist: Notar- und Grundbuchkosten: ca. 1,5–2 % des Kaufpreises; Maklerprovision (Käuferanteil): üblich ca. 2,98–3,57 %; Kaufnebenkosten gesamt je nach Bundesland ca. 9–15 %.

📍 Im Video ab 7:45 ansehen ↗

Quellen: Baufi24 – Nebenkosten beim HauskaufSparkasse – Kaufnebenkosten beim Immobilienkauf

¶ Direktlink

„Für eine Kapitalanlageimmobilie mit 100%-Finanzierung liegt der Zins aktuell bei etwa 5 bis 5,2 %.“✅ BestätigtBegründung & Quellen

Im Oktober 2026 liegen Bauzinsen bei 10-jähriger Bindung je nach Beleihung zwischen ca. 4,1 % (Topzins, 60 % Beleihung) und über 5 % bei hohen Beleihungsausläufen; Baufivergleich nennt eine Spanne bis 5,28 % je nach Beleihungsauslauf. Für eine 100%-Finanzierung einer Kapitalanlage sind 5–5,2 % damit realistisch.

📍 Im Video ab 8:55 ansehen ↗

Quellen: Baufivergleich – Aktuelle Bauzinsen Oktober 2026Finanztip – Aktuelle Bauzinsen Oktober 2026

¶ Direktlink

„Mietnomaden treffen nur etwa 0,078 % der Vermieter.“❔ Nicht belegtBegründung & Quellen

Für diese exakte Quote findet sich keine belastbare Quelle. Die einzige größere Untersuchung (Universität Bielefeld, 2010, ca. 1.550 gemeldete Betroffene) ist ausdrücklich nicht repräsentativ und lässt laut den Autoren keinen Schluss auf die bundesweite Häufigkeit zu. Die Kernaussage, dass Mietnomadentum selten ist, wird von Experten zwar geteilt, die konkrete Zahl ist aber nicht verifizierbar.

📍 Im Video ab 16:28 ansehen ↗

Quellen: Stiftung Warentest – Studie zu Mietnomaden (Uni Bielefeld)Haus & Grund – Bielefelder Mietnomaden-Studie: nicht repräsentativ

¶ Direktlink

„In Hamburg und Berlin gilt die Mietpreisbremse; bei Neuvermietung ist man an den Mietenspiegel bzw. die ortsübliche Vergleichsmiete gebunden.“✅ BestätigtBegründung & Quellen

In Berlin und Hamburg gilt die Mietpreisbremse flächendeckend und wurde jeweils bis zum 31.12.2029 verlängert (Bundesgesetz vom Juni 2025). Bei Wiedervermietung darf die Miete maximal 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen; Neubau (Erstvermietung nach dem 1.10.2014) und umfassend modernisierte Wohnungen sind ausgenommen.

📍 Im Video ab 20:51 ansehen ↗

Quellen: hamburg.de – Mietpreisbegrenzungsverordnung bis Ende 2029Finanztip – Mietpreisbremse: Wo sie gilt

¶ Direktlink

„In Regionen ohne Mietpreisbremse kann man die Miete alle 3 Jahre um 10 bis 15 % anpassen.“🟡 Teilweise korrektBegründung & Quellen

Die gesetzliche Kappungsgrenze (§ 558 BGB) erlaubt bei Bestandsmieten Erhöhungen bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete von maximal 20 % innerhalb von drei Jahren; nur in Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt kann sie per Landesverordnung auf 15 % abgesenkt werden. In normalen Regionen ohne Mietpreisbremse sind also bis zu 20 % möglich – die genannten 10–15 % sind zu niedrig gegriffen.

Richtig ist: Die Kappungsgrenze erlaubt Mieterhöhungen bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete von max. 20 % in drei Jahren; in angespannten Wohnungsmärkten gilt per Landesverordnung eine abgesenkte Grenze von 15 %.

📍 Im Video ab 21:32 ansehen ↗

Quellen: AllRight – Mietpreisbremse und Kappungsgrenzehamburg.de – Kappungsgrenze in angespannten Märkten

¶ Direktlink

„Eine eigengenutzte Immobilie kann man schon nach 3 Jahren Eigennutzung steuerfrei verkaufen.“🟡 Teilweise korrektBegründung & Quellen

Richtig ist der Kern: Nach § 23 EStG ist der Verkauf steuerfrei, wenn die Immobilie im Jahr der Veräußerung und in den beiden vorangegangenen Jahren zu eigenen Wohnzwecken genutzt wurde. Gemeint sind aber drei Kalenderjahre, nicht drei volle Jahre – laut BFH-Rechtsprechung können rechnerisch bereits ein Jahr und zwei Tage genügen.

Richtig ist: Steuerfrei ist der Verkauf bei Eigennutzung im Verkaufsjahr und den beiden vorangegangenen Kalenderjahren (drei angebrochene Kalenderjahre); drei volle Jahre Eigennutzung sind nicht erforderlich.

📍 Im Video ab 22:32 ansehen ↗

Quellen: ImmobilienScout24 – Spekulationssteuer bei EigennutzungOertel Immobilien – Spekulationssteuer: Fristen und BFH-Urteil

¶ Direktlink

„Als Kapitalanleger kann man eine vermietete Immobilie nach 10 Jahren steuerfrei verkaufen.“✅ BestätigtBegründung & Quellen

Nach § 23 Abs. 1 Nr. 1 EStG ist der Veräußerungsgewinn einer vermieteten Immobilie im Privatvermögen steuerfrei, wenn zwischen notariellem Kauf und Verkauf mehr als zehn Jahre liegen. Diese Spekulationsfrist gilt Stand 2026 unverändert, auch wenn eine Abschaffung politisch diskutiert wird – was der Host korrekt erwähnt.

📍 Im Video ab 23:32 ansehen ↗

Quellen: Steuerberatung Neeb – 10-Jahres-Frist bei Immobilien (§ 23 EStG)AUP Finanzservice – Spekulationsfrist: Stand 2026 unverändert

¶ Direktlink

Eigenkapital- & Kreditraten-Rechner: Die Zahlen aus der Folge mit deinen Werten

Rechne die drei zentralen Rechnungen aus der Folge mit deinem Kaufpreis nach: Kaufnebenkosten und benötigtes Eigenkapital (10-%-Faustregel), deine monatliche Kreditrate aus Zins und Tilgung sowie die empfohlene Rücklage von 4 bis 6 Warmmieten für Mietausfälle.

Weitere Folgen