· 38 Min.· Zu Gast: Viola
Wieso Immobilien fürs Alter? Die 4-Millionen-Rechnung zum Nachmachen
In der ersten Folge erzählt Lutz Niederheide, wie er vom Versicherungskaufmann über die Physiotherapie zum Vermögensberater wurde – und rechnet live mit dem Taschenrechner vor, warum aus 2.000 € Wunschrente schnell ein Kapitalbedarf von 4 Millionen Euro wird. Außerdem: warum 2 bis 3 Immobilien dieses abstrakte Ziel greifbar machen können.
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Kapitel (10)
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Das Wichtigste in Kürze
- Ohne konkrete Zielgröße ist jeder Sparplan Blindflug – erst die Versorgungslücke berechnen, dann die Strategie wählen.
- Wer heute 2.000 € netto zum Leben braucht, benötigt in 47 Jahren bei 3 % Inflation rund 11.400 € pro Monat – das entspricht etwa 4 Millionen Euro Vermögenswert bei 3,5 % Ausschüttung.
- In heutiger Kaufkraft gerechnet reichen rund 960.000 € Immobilienwert – also 2 bis 3 Wohnungen à ca. 320.000 €, die sich über Mieteinnahmen abzahlen.
- Immobilien sind eine inflationsgeschützte Anlageklasse und machen ein abstraktes Millionenziel als konkreter Plan greifbar.
- Die Rechnung funktioniert mit einem einfachen Taschenrechner: Netto auf Brutto hochrechnen, Inflation einpreisen, Jahresbedarf durch die Ausschüttungsquote teilen.
- In den Ballungszentren fehlen rund 1,4 Millionen Wohnungen – privater Vermögensaufbau mit Immobilien kann gleichzeitig Wohnraum schaffen.
Altersvorsorge fühlt sich für viele – gerade für junge Menschen – weit weg an. Man hat andere Dinge im Kopf, spart vielleicht ein bisschen bei Trade Republic und denkt: Passt schon. Genau hier setzt die erste Folge von „Immo-Altersvorsorge – Der Podcast“ an. Lutz Niederheide erzählt, wie er selbst zum Thema Vermögensaufbau gekommen ist, und rechnet gemeinsam mit Viola (20, duale Studentin) live mit dem Taschenrechner vor, wie groß die eigene Versorgungslücke wirklich ist – und welche Rolle Immobilien dabei spielen können.
Vom Versicherungskaufmann zum Vermögensberater
Lutz' Weg in die Finanzbranche war alles andere als geradlinig: Nach einem Schülerpraktikum bei einer Versicherung folgte die Ausbildung zum Versicherungskaufmann – schwerpunktmäßig im Innendienst. Dort hatte er ein prägendes Erlebnis: In der Antragsabteilung landete ein Vertrag eines externen Maklers auf seinem Tisch, der 30 % günstiger war und mehr Leistung bot als sein eigener Haustarif. Die Erklärung des Teamleiters: Sonderkontingente für Makler. Für Lutz war das der Moment, in dem seine Loyalität zum Unternehmen kippte – er kündigte seine eigenen Verträge und schloss sie über den Makler neu ab.
Es folgten eine Ausbildung zum Physiotherapeuten, Jahre als Fitness- und Kampfsporttrainer und eine Station in einem ergonomischen Fachmöbelgeschäft, wo er Beratungsleitfäden zur Arbeitsplatzoptimierung mitentwickelte. Die Erkenntnis von dort nimmt er bis heute mit: Ein einzelnes Produkt (der ergonomische Stuhl) löst selten das eigentliche Problem – erst der Blick aufs Gesamtbild bringt Ergebnisse. Genau dieses konzeptionelle Denken prägt heute seine Arbeit im Vermögensaufbau, in dem er seit rund 20 Jahren tätig ist, davon 10 Jahre in der Immobilienvermittlung.
Warum sich kaum jemand mit Altersvorsorge beschäftigt
Viola bringt die Perspektive ihrer Generation ein: Mit 20 beschäftigt sich in ihrem Umfeld kaum jemand ernsthaft mit Altersvorsorge – das Thema fühlt sich zu weit weg an. Lutz kann das nachvollziehen: Er selbst war Anfang 30, als er sich zum ersten Mal wirklich damit auseinandergesetzt hat.
Gleichzeitig beobachtet er einen Wandel: Die Rentenreform ist medial präsent, im Bundestag wurde die Frühstarterrente besprochen (ein Zuschuss für investmentbasierten Vermögensaufbau für Kinder ab 6 Jahren), und auf Social Media sind Trading, ETFs, Aktien und Krypto allgegenwärtig. Das Bewusstsein wächst – aber es fehlt oft an einem entscheidenden Punkt.
„Ich mit 20 und alle in meinem Umfeld, die befassen sich damit noch nicht so. Es fühlt sich so weit weg an und es ist eher so ein Thema, wo man sich denkt, das schiebe ich eher auf.“
Das eigentliche Problem: Sparen ohne Ziel
Wenn Lutz junge Menschen fragt, ob sie etwas für ihren Vermögensaufbau tun, kommt häufig: „Ja, ich trade. Ich habe Trade Republic, ich habe meine ETF-Sparpläne.“ Seine Gegenfrage: „Kommst du damit auch ans Ziel?“ Die ehrliche Antwort lautet meistens: keine Ahnung.
Denn wer nicht weiß, wie viel Kapital er am Ende braucht, kann auch keine passende Strategie wählen. 100 € monatlich in einen ETF-Sparplan zu stecken ist besser als nichts – aber ohne Zielgröße ist es Sparen im Blindflug. Lutz' Botschaft: Die Rechnung dahinter ist keine Raketenwissenschaft. Ein einfacher Taschenrechner reicht.
„Wenn ich auch nicht das Endziel weiß, worauf es hingeht, kann ich eigentlich gar nicht darauf schließen, welche Strategie ich dafür brauche.“
Die Live-Rechnung: Von 2.000 € netto zur 4-Millionen-Frage
Gemeinsam mit Viola rechnet Lutz Schritt für Schritt durch – zum Mitmachen:
- Wunsch-Nettoeinkommen im Alter festlegen: Viola schätzt, dass sie heute etwa 2.000 € netto pro Monat für einen normalen Lebensstandard bräuchte.
- Auf Brutto hochrechnen: Auch als Privatier fallen Abgaben an – Steuern, Kranken- und Pflegeversicherung. Als Faustformel rechnet Lutz mit rund 70 %: 2.000 € ÷ 70 × 100 = rund 2.857 € brutto.
- Inflation berücksichtigen: Die Deutsche Rentenversicherung empfiehlt mindestens 1,5 % Inflation – Lutz rät, mit mindestens 3 % pro Jahr zu rechnen. Bei 47 Jahren bis zum Renteneintritt mit 67: 2.857 € × 1,03^47 ≈ 11.400 € pro Monat.
- Jahresbedarf ermitteln: 11.400 € × 12 ≈ 137.000 € pro Jahr.
- Benötigtes Vermögen ableiten: Anlageklassen wie Dividendenaktien oder vermietete Immobilien schütten im Schnitt 3 bis 4 % ihres Gegenwerts aus. Mit 3,5 % gerechnet: 137.000 € ÷ 3,5 × 100 = rund 4 Millionen Euro Vermögenswert.
Wichtig zur Einordnung: Das ist eine vereinfachte Beispielrechnung mit Annahmen (Inflationsrate, Ausschüttungsquote), keine Garantie und keine individuelle Beratung. Aber sie macht sichtbar, was reine Bauchgefühl-Sparpläne verschleiern: Zwischen „100 € im Monat“ und dem tatsächlichen Kapitalbedarf klafft oft eine riesige Lücke.
„Das heißt, du musst dir Gedanken darüber machen, in 47 Jahren einen Vermögenswert aufgebaut zu haben, der dir 11.500 Euro erwirtschaftet.“
Warum Immobilien das abstrakte Ziel greifbar machen
4 Millionen Euro – das klingt selbst für Viola „sehr weit weg“. Genau hier kommen für Lutz Immobilien ins Spiel, aus zwei Gründen:
Erstens: Immobilien sind eine inflationsgeschützte Anlageklasse. Deshalb kann man die Rechnung ins Heute zurückholen: Für 2.800 € Bruttorente in heutiger Kaufkraft braucht es 2.800 € × 12 = 33.600 € Jahresertrag. Bei 3,5 % Mietertrag entspricht das einem Immobilienwert von rund 960.000 € – also etwa 2 bis 3 Immobilien im Wert von je rund 320.000 €.
Zweitens: Das Ziel wird konkret. „4 Millionen“ ist abstrakt – „2 bis 3 Wohnungen, die sich im Laufe des Lebens abzahlen“ ist ein Plan, den man sich vorstellen und verfolgen kann. Natürlich kann kaum jemand drei Immobilien bar bezahlen (dafür bräuchte es rund eine Million Euro plus etwa 100.000 € Kaufnebenkosten). Der Punkt ist ein anderer: Die Immobilien werden finanziert und zahlen sich über die Mieteinnahmen mit ab. Und es geht ausdrücklich nicht darum, sofort zu kaufen – sondern zuerst Bewusstsein und einen Plan zu schaffen.
„Das Schöne an Immobilien ist halt einfach, dass das eine inflationsgeschützte Anlageklasse ist.“
„Das finde ich im Immobiliensegment eben auch so schön, dass man weiß: Okay, ich habe 2 bis 3 Immobilien, die ich im Laufe meines Lebens brauche.“
Vermögensaufbau mit gesellschaftlichem Nebeneffekt
Lutz arbeitet mit dem Swiss-Life-Konzern zusammen, nach seinen Worten der drittgrößte Immobilienbesitzer Europas, und greift auf Neubau-, Bestands- und Revitalisierungsprojekte zu. Dabei sieht er auch einen gesellschaftlichen Auftrag: In den Ballungszentren fehlen laut Lutz rund 1,4 Millionen Wohneinheiten. Das jahrelange Ziel von 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr wird verfehlt – aktuell entstehen nicht einmal 200.000.
Ein Kunde brachte es für Lutz auf den Punkt: Mit dem Kauf einer Neubauwohnung gestalte er nicht nur seine Altersvorsorge, sondern auch einen Teil der Gesellschaft positiv mit. Diese Verzahnung – privater Vermögensaufbau und Schaffung von Wohnraum – ist für Lutz die zentrale Motivation.
„Wir haben also eine Mangellage an Wohnraum in den Ballungszentren von 1,4 Millionen Wohneinheiten, und es werden aktuell nicht mal 200.000 Wohneinheiten geschaffen.“
„Lutz, ich finde es total schön, dass ich mit dem Kauf dieser Neubauwohnung nicht nur meine Altersvorsorge gestalte, sondern auch einen Teil der Gesellschaft positiv mitgestalte.“
Fazit
Die erste Folge liefert das Fundament für alles, was kommt: Vermögensaufbau beginnt nicht mit einem Produkt, sondern mit einer ehrlichen Rechnung. Drei Dinge kannst du sofort mitnehmen:
- Rechne deine eigene Zielgröße aus – Wunsch-Netto, auf Brutto hochrechnen, Inflation mit 3 % einpreisen, Jahresbedarf durch die Ausschüttungsquote teilen. Ein Taschenrechner genügt.
- Prüfe, ob dein aktuelles Sparen zum Ziel passt – 100 € im ETF-Sparplan sind ein Anfang, aber ohne Zielgröße weißt du nicht, ob sie reichen.
- Denke in greifbaren Bausteinen – 2 bis 3 vermietete Immobilien können ein abstraktes Millionenziel in einen konkreten, planbaren Weg übersetzen.
In den nächsten Folgen werden die einzelnen Themen – von Finanzierung bis Objektauswahl – vertieft. Diese Folge ist der perfekte Einstieg, um zu verstehen, warum es sich lohnt, jetzt anzufangen.
Faktencheck zur Folge
Wir prüfen die wichtigsten Zahlen und Aussagen jeder Folge nach – hier die Ergebnisse mit Quellen.
„Gestern wurde im Bundestag die Frühstartrente besprochen – ein staatlicher Zuschuss für den investmentbasierten Vermögensaufbau für Kinder ab 6 Jahren.“✅ BestätigtBegründung & Quellen
Der Gesetzentwurf zur Frühstartrente wurde am 25.09.2026 in erster Lesung im Bundestag beraten und an die Ausschüsse überwiesen. Vorgesehen sind 10 Euro pro Monat vom Staat für Kinder vom 6. bis 18. Lebensjahr in ein Altersvorsorgedepot, geplanter Start 01.01.2027.
Quellen: Deutscher Bundestag – Frühstartrente für Kinder soll schrittweise kommenBundesfinanzministerium – FAQ FrühstartrenteBürger-geld.org – Frühstartrente: Stand des Gesetzgebungsverfahrens
„Als Rentner/Privatier muss man von der Bruttorente rund 30 % Abgaben abziehen – für 2.000 € netto braucht man ca. 2.857 € brutto (Netto = 70 % vom Brutto).“🟡 Teilweise korrektBegründung & Quellen
Pflichtversicherte Rentner zahlen ca. 7,3 % Krankenversicherung plus halben Zusatzbeitrag (Ø ~1,25 %) und 3,6–4,2 % Pflegeversicherung, zusammen also rund 12–13 %. Dazu kommt Einkommensteuer, deren Höhe individuell ist (bei Rentenbeginn 2026 sind 84 % der Rente steuerpflichtig). Pauschal 30 % Abzüge sind für typische Renten eher zu hoch angesetzt, können aber bei höheren Alterseinkünften erreicht werden.
Richtig ist: Von der Bruttorente gehen rund 12–13 % Sozialabgaben ab; hinzu kommt eine individuell unterschiedliche Einkommensteuer. Ein pauschaler Abschlag von 30 % ist eine konservative Obergrenze, kein Standardwert.
Quellen: Sparkasse.de – Rentenabzüge: So viel bleibt von der RenteDeutsche Rentenversicherung – FAQ Rentenabzüge und SteuernIhre-Vorsorge.de – Abgaben und Steuern auf Renten
„In der deutschen Rentenversicherung wird gesagt, man müsse mindestens 1,5 % Inflation berücksichtigen.“✅ BestätigtBegründung & Quellen
In der Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung wird im Hinweis zum Kaufkraftverlust beispielhaft mit einer Inflationsrate von 1,5 % pro Jahr gerechnet. Es handelt sich allerdings um einen Beispielwert, nicht um eine verbindliche Mindestannahme.
Quellen: gegen-hartz.de – Renteninformation: Annahme von 1,5 % KaufkraftverlustHandelsblatt – Renteninformation richtig lesen
„Bei 3 % Inflation pro Jahr über 47 Jahre werden aus 2.857 € Bruttobedarf rund 11.400 € pro Monat – und bei 3,5 % Ausschüttung braucht man dafür rund 4 Millionen Euro Vermögen.“✅ BestätigtBegründung & Quellen
Rechnerisch korrekt: 1,03^47 ≈ 4,01, also 2.857 € × 4,01 ≈ 11.460 €/Monat bzw. ca. 137.000 €/Jahr; 137.000 € ÷ 0,035 ≈ 3,9 Mio. €. Die Rechnung steht und fällt allerdings mit den Annahmen (3 % Inflation, 3,5 % Ausschüttungsrendite); die DRV rechnet in ihren Beispielen mit 1,5 %, die EZB strebt 2 % an.
Quellen: Ihre-Vorsorge.de (DRV-Träger) – Renten-Inflationsrechner
„Anlageklassen wie Aktien und Immobilien schütten im Schnitt 3 bis 4 % ihres Gegenwerts aus (Dividendenrendite bzw. Mietertrag von 3–4 %).“🟡 Teilweise korrektBegründung & Quellen
Die Bruttomietrendite in den 50 größten deutschen Städten lag im 2. Halbjahr 2025 im Schnitt bei rund 4,1 %, in den Top-Metropolen jedoch teils nur bei 2–3 %. Die durchschnittliche DAX-Dividendenrendite liegt bei rund 3 % (historisch 2,5–3,5 %). Die Größenordnung stimmt also grob, ist aber je nach Titel und Lage deutlich niedriger oder höher.
Richtig ist: Realistischer: DAX-Dividendenrendite im Schnitt ca. 2,5–3,5 %; Bruttomietrenditen in Großstädten ca. 2–4 %, im Schnitt der 50 größten Städte rund 4,1 % (H2 2025).
Quellen: Handelsblatt – Mietrenditen in deutschen Städten (Baufi24-Atlas, H2 2025)DAS INVESTMENT – Dax-Dividenden: durchschnittliche Rendite rund 3 %
„Für drei Immobilien im Gesamtwert von rund 1 Million Euro fallen Kaufnebenkosten von etwa 100.000 Euro an.“✅ BestätigtBegründung & Quellen
Kaufnebenkosten (Grunderwerbsteuer 3,5–6,5 %, Notar/Grundbuch ca. 1,5–2 %, ggf. Maklerprovision) summieren sich in Deutschland typischerweise auf etwa 10–15 % des Kaufpreises. Rund 100.000 € bei 1 Mio. € Kaufpreis (10 %) liegen damit im realistischen Bereich.
Quellen: Kettenbach Immobilien – Kaufnebenkosten: 10–15 % des KaufpreisesHypofriend – Kaufnebenkosten: Grunderwerbsteuer, Notar & Makler
„Der Swiss-Life-Konzern ist der drittgrößte Immobilienbesitzer in ganz Europa.“🟡 Teilweise korrektBegründung & Quellen
Swiss Life Asset Managers zählt zu den größten institutionellen Immobilieninvestoren Europas: Im IPE-Ranking 2025 der Real-Estate-Investmentmanager Europas belegt das Unternehmen Platz 2, mit rund 90 Mrd. CHF Immobilien-AuM (per Ende 2025). Die genaue Platzierung 'drittgrößter Besitzer' ist so nicht exakt belegt, die Größenordnung (Top 3) stimmt aber.
Richtig ist: Swiss Life Asset Managers ist einer der zwei bis drei größten institutionellen Immobilieninvestoren Europas (Platz 2 im IPE-Ranking Europa 2025), nicht exakt der 'drittgrößte Immobilienbesitzer'.
Quellen: Wikipedia – Swiss Life Asset Managers (IPE/INREV-Rankings)investrends.ch – Swiss Life AM: 89,5 Mrd. CHF in Immobilien (Ende 2025)
„In den letzten zwei Jahrzehnten war immer die Zielrichtung, rund 400.000 Wohneinheiten zu schaffen, was seit Jahren nicht erreicht wird.“🟡 Teilweise korrektBegründung & Quellen
Das Ziel von 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr (davon 100.000 gefördert) wurde 2021 von der Ampel-Koalition ausgegeben – nicht schon vor zwei Jahrzehnten – und wird seit 2022 deutlich verfehlt (2024: 251.900, 2025: 206.600 Fertigstellungen). Der Kern der Aussage, dass das 400.000er-Ziel seit Jahren verfehlt wird, ist korrekt.
Richtig ist: Das 400.000-Wohnungen-Ziel stammt aus dem Koalitionsvertrag 2021 und wird seitdem jedes Jahr klar verfehlt; in den zwei Jahrzehnten davor gab es kein durchgängiges 400.000er-Ziel.
Quellen: Statista – Wohnungsbau verfehlt Zielmarke (400.000-Ziel seit 2021)statistiken-aktuell.de – Bundesziel 400.000 Wohnungen seit 2022 deutlich verfehlt
„Es gibt eine Mangellage an Wohnraum von 1,4 Millionen Wohneinheiten in den Ballungszentren.“✅ BestätigtBegründung & Quellen
Das Pestel-Institut bezifferte den Wohnungsmangel Ende 2024 auf einen Rekordstand von bundesweit 1,4 Millionen fehlenden Wohnungen; eine Folgeauswertung 2026 nennt rund 1,35 Millionen. Die Zahl bezieht sich allerdings auf ganz Deutschland, wobei der Mangel vor allem in Ballungsräumen und bevölkerungsreichen Ländern (NRW: 376.000, Bayern: 233.000) konzentriert ist.
Quellen: ZDFheute – Studie zählt 1,4 Millionen fehlende WohnungenPestel Institut – Medienspiegel (Tagesschau: 1,4 Mio. fehlende Wohnungen)
„Aktuell werden nicht einmal 200.000 Wohneinheiten pro Jahr geschaffen.“🟡 Teilweise korrektBegründung & Quellen
2025 wurden laut Statistischem Bundesamt 206.600 Wohnungen fertiggestellt (-18 % zum Vorjahr, niedrigster Stand seit 2012) – also knapp über 200.000. Für 2026 erwarten ifo-Institut bzw. Branchenverbände nur noch rund 175.000–185.000 Einheiten, womit die Marke von 200.000 voraussichtlich unterschritten wird.
Richtig ist: 2025 wurden noch 206.600 Wohnungen fertiggestellt; erst für 2026 wird mit ca. 175.000–185.000 ein Wert unter 200.000 prognostiziert.
Quellen: Destatis – 18,0 % weniger fertiggestellte Wohnungen im Jahr 2025immobilienmanager – Wohnungsbau 2025 auf niedrigstem Stand seit 2012ms-aktuell – Wohnungsbau bricht ein, Prognose 2026: ~185.000
Die 4-Millionen-Rechnung: Dein Versorgungslücken-Rechner
Rechne die Taschenrechner-Rechnung aus der Folge mit deinen eigenen Zahlen nach: Wunschrente netto, Inflation und Ausschüttungsquote – und du siehst sofort deinen Kapitalbedarf im Alter sowie den nötigen Immobilienwert in heutiger Kaufkraft.