Zinseszins-Rechner
Wie viel wird aus Startkapital und monatlicher Sparrate? Nominal — und ehrlich in heutiger Kaufkraft.
Endkapital nach 20 Jahren
105.891 €
In heutiger Kaufkraft
71.262 €
Eingezahlt
58.000 €
Zinsgewinn
47.891 €
So funktioniert der Zinseszins-Rechner
Der Zinseszins-Effekt
Erträge, die du nicht entnimmst, verzinsen sich im Folgejahr mit — dein Vermögen wächst dadurch nicht linear, sondern exponentiell. Der Rechner verzinst dein Startkapital jährlich mit der angegebenen Rendite und zahlt die monatliche Sparrate unterjährig ein (vereinfacht: die Jahressumme wird zur Jahresmitte verzinst). Je länger die Laufzeit, desto größer der Anteil, den nicht deine Einzahlungen, sondern die Erträge selbst beisteuern.
Warum wir die Inflation gleich mitrechnen
Viele Zinseszins-Rechner zeigen nur den nominalen Endbetrag — der sieht beeindruckend aus, sagt aber wenig darüber, was du dir davon leisten kannst. Deshalb zeigen wir zusätzlich die heutige Kaufkraft: der Endbetrag, abgezinst mit der Inflationsrate. 100.000 € in 30 Jahren entsprechen bei 2 % Inflation nur rund 55.000 € von heute. Für die Altersvorsorge ist die Kaufkraft-Zahl die entscheidende.
Realistische Annahmen wählen
Als Orientierung: Breite Aktien-Indexfonds erzielten historisch langfristig rund 6–8 % nominal pro Jahr, Tagesgeld liegt meist nahe oder unter der Inflationsrate. Die Europäische Zentralbank strebt 2 % Inflation an. Rechne gern mehrere Szenarien — der Unterschied zwischen 4 % und 7 % Rendite über 30 Jahre ist enorm, und genau dieses Gefühl für Größenordnungen soll der Rechner vermitteln.
Grenzen des Modells
Der Rechner rechnet mit einer konstanten Durchschnittsrendite — reale Märkte schwanken, und die Reihenfolge guter und schlechter Jahre kann das Ergebnis beeinflussen. Steuern auf Kapitalerträge (Abgeltungsteuer, Vorabpauschale), Depot- und Fondskosten sind nicht berücksichtigt. Das Ergebnis ist eine Modellrechnung zur Orientierung, keine Prognose.
Häufige Fragen
Wie wird die monatliche Sparrate verzinst?
Vereinfacht unterjährig: Die zwölf Monatsraten eines Jahres werden zusammengefasst und im Schnitt ein halbes Jahr verzinst, danach läuft der Betrag voll im Zinseszins mit. Das entspricht dem üblichen Vorgehen von Sparplan-Rechnern und weicht nur minimal von einer taggenauen Rechnung ab.
Was bedeutet „in heutiger Kaufkraft"?
Der nominale Endbetrag wird mit der Inflationsrate auf heute abgezinst. Das Ergebnis sagt dir, was sich dein zukünftiges Ich von dem Geld ungefähr leisten kann — gemessen an heutigen Preisen. Bei 2 % Inflation halbiert sich die Kaufkraft etwa alle 35 Jahre.
Welche Rendite soll ich eintragen?
Trage die erwartete Durchschnittsrendite deiner Anlage ein: für breite Aktien-ETFs werden langfristig oft 5–7 % nominal angesetzt, für Mischdepots weniger, für Tagesgeld meist unter 3 %. Wichtig: Es ist eine Annahme, keine Garantie — rechne am besten ein vorsichtiges und ein optimistisches Szenario.
Sind Steuern und Kosten berücksichtigt?
Nein. Abgeltungsteuer (26,375 % inkl. Soli auf realisierte Gewinne), die Vorabpauschale bei Fonds sowie Depot- und Produktkosten sind nicht eingerechnet. Real bleibt also etwas weniger übrig — als grobe Faustregel kannst du die Rendite vor Eingabe um Kosten und einen Steuerabschlag mindern.
Was sagt mir der Zinsgewinn?
Der Zinsgewinn ist die Differenz zwischen Endkapital und deinen gesamten Einzahlungen — also das, was der Markt für dich erarbeitet hat. Bei langen Laufzeiten übersteigt er die Einzahlungen deutlich: Genau das ist der Zinseszins-Effekt, und deshalb ist ein früher Start wertvoller als eine später erhöhte Rate.
Reicht das Endkapital für meine Altersvorsorge?
Das hängt von deiner persönlichen Rentenlücke ab — also davon, wie viel zwischen Wunsch-Einkommen und gesetzlicher Rente fehlt. Unser Rentenlücken-Rechner rechnet genau das aus und zeigt, welches monatliche Zusatzeinkommen dein Endkapital bei einer Entnahme von 3,5 % pro Jahr liefert.